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Empfehlungsprogramm für Restaurants: Leitfaden zur Einführung

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Empfehlungsprogramm für Restaurants: Leitfaden zur Einführung

Ihr bester Vertriebsmitarbeiter steht nicht auf Ihrer Gehaltsliste. Er sitzt im Gastraum und beendet gerade sein Dessert. Dieser zufriedene Gast, der Ihr Restaurant seinen Kollegen, Freunden und seiner Familie empfiehlt — er ist es, der die profitabelsten Reservierungen generiert. Mundpropaganda war schon immer der wichtigste Treiber für die Gästefrequenz in der inhabergeführten Gastronomie. Dennoch überlassen die meisten Gastronomen diesen Mechanismus dem Zufall, ohne ihn jemals zu strukturieren oder gezielt zu fördern. Ein Empfehlungsprogramm für Restaurants verwandelt diese natürliche Dynamik in einen echten Akquisekanal — messbar und reproduzierbar. So setzen Sie es konkret in Ihrem Betrieb um.

Warum ein Empfehlungsprogramm der wirkungsvollste Akquisekanal für Restaurants bleibt

Die persönliche Empfehlung besitzt eine Kraft, die Werbung niemals erreichen kann: Vertrauen. Wenn ein Freund Ihnen sagt: „Du musst unbedingt dieses kleine Lokal in der Schillerstraße ausprobieren, wir haben dort fantastisch gegessen", analysieren Sie diese Aussage nicht wie eine Werbebotschaft. Sie nehmen sie als aufrichtigen Rat an. Genau das macht ein Empfehlungsprogramm für Restaurants so wirkungsvoll.

Die Kosten der Neukundengewinnung in der Gastronomie

Einen neuen Gast zu gewinnen, ist teuer. Zwischen Social-Media-Werbung, Provisionen an Reservierungsplattformen, Rabattaktionen und dem Zeitaufwand für Content-Erstellung steigen die Marketingkosten eines inhabergeführten Restaurants schnell an. Und der Return on Investment bleibt oft schwer messbar.

Ein Empfehlungsprogramm funktioniert anders. Sie zahlen nur, wenn ein neuer Gast tatsächlich durch Ihre Tür kommt. Keine Vorabkosten, kein Werbebudget, das für Impressionen verschwendet wird, die nicht konvertieren. Die Belohnung, die Sie dem Empfehlungsgeber und dem geworbenen Gast anbieten, wird erst bei einem tatsächlichen Besuch fällig. Das ist ein leistungsbasiertes Modell — das gesündeste, das es für einen selbstständigen Gastronomen gibt.

Gäste, die länger bleiben

Ein durch Empfehlung gewonnener Gast kommt nicht zufällig. Er erscheint mit einer positiven Erwartungshaltung, einem wohlwollenden Vorurteil, das von jemandem aufgebaut wurde, dem er vertraut. Dieser Kontext verändert alles.

Diese Gäste sind tendenziell weniger preissensibel, treuer und eher bereit, Ihren Betrieb selbst weiterzuempfehlen. Sie kommen bereits „vorqualifiziert": Sie wissen, was sie erwartet, kennen oft Ihre Spezialität und kommen aus den richtigen Gründen. Das ist ein positiver Kreislauf, den ein Restaurant-Empfehlungsprogramm in Gang setzen und aufrechterhalten kann.

Ein Mechanismus, der perfekt zur inhabergeführten Gastronomie passt

Im Gegensatz zu großen Ketten, die massiv in Werbung investieren, spielt der selbstständige Gastronom auf einem anderen Feld: Nähe, Authentizität, menschliche Beziehungen. Ein Empfehlungsprogramm fügt sich perfekt in diese Logik ein. Es nutzt das, was Sie ohnehin am besten können — ein Erlebnis zu schaffen, über das man gerne spricht.

Die Grundlagen eines erfolgreichen Empfehlungsprogramms für die Gastronomie

Bevor Sie sich in die Mechanik stürzen, legen Sie die Basis. Ein Empfehlungsprogramm für die Gastronomie beschränkt sich nicht auf „Schenken Sie jedem einen Kaffee, der Freunde mitbringt". Es erfordert eine Auseinandersetzung mit Ihren Zielen, Ihren Margen und Ihrer Gästestruktur.

Klare Ziele definieren

Was möchten Sie genau erreichen? Die Auslastung unter der Woche steigern? Ihre Tische am Dienstag- und Mittwochabend füllen? Mehr Mittagsgäste gewinnen? Eine neue Speisekarte bekannt machen?

Ihr Ziel bestimmt die Struktur des Programms. Wenn Sie beispielsweise schwache Abende mit Geschenkgutscheinen füllen möchten, können Sie ein Empfehlungsprogramm gestalten, dessen Belohnungen nur an bestimmten Tagen einlösbar sind. Je präziser Ihr Ziel, desto wirkungsvoller Ihr Programm.

Ihre Margen kennen

Das ist der blinde Fleck vieler Gastronomen, die ein Empfehlungsprogramm starten. Dem Empfehlungsgeber 20 % Rabatt und dem geworbenen Gast ebenfalls 20 % zu gewähren, ist großzügig — aber ist es tragbar?

Rechnen Sie vorher nach. Nehmen Sie Ihren durchschnittlichen Bon, ziehen Sie Ihren Wareneinsatz und Ihre variablen Kosten ab. Was übrig bleibt, ist die Marge, mit der Sie arbeiten können. Eine Empfehlungsprämie muss unter dem liegen, was Sie für die Gewinnung desselben Gastes über einen anderen Kanal ausgegeben hätten.

Konkretes Beispiel: Wenn Ihr durchschnittlicher Bon bei 35 € liegt und Ihre Rohertragsmarge bei 70 %, verfügen Sie über etwa 24,50 € Marge. Dem Empfehlungsgeber einen Aperitif (reale Kosten: 2–3 €) und dem geworbenen Gast ein Dessert (reale Kosten: 2–4 €) anzubieten, ist sehr komfortabel. Sie gewinnen einen neuen Gast für weniger als 7 € reale Kosten.

Symmetrische oder asymmetrische Belohnung wählen

Ein symmetrisches Programm bietet Empfehlungsgeber und geworbenem Gast dasselbe. Das ist einfach, leicht zu kommunizieren und wird als fair empfunden.

Ein asymmetrisches Programm differenziert die Belohnungen. Zum Beispiel erhält der Empfehlungsgeber einen Gutschein über 10 € für seinen nächsten Besuch, während der geworbene Gast bei seinem ersten Besuch einen Aperitif geschenkt bekommt. Dieser Ansatz ermöglicht es, die Anreize gezielt zu steuern: eine attraktive Belohnung, um den ersten Besuch des neuen Gastes auszulösen, und eine Wiederkehr-Motivation für den Empfehlungsgeber.

Beide Modelle funktionieren. Die Wahl hängt von Ihrer Positionierung ab und davon, was bei Ihrer Gästestruktur am besten ankommt.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: So richten Sie Ihr Restaurant-Empfehlungsprogramm ein

Kommen wir zur Praxis. Hier sind die sieben Schritte, um ein funktionierendes Empfehlungsprogramm in Ihrem Betrieb zu starten.

Schritt 1: Gestalten Sie Ihr Empfehlungsangebot

Legen Sie genau fest, was Empfehlungsgeber und geworbener Gast erhalten. Seien Sie konkret — „eine Überraschung" motiviert niemanden. Hier sind Beispiele, die in der inhabergeführten Gastronomie funktionieren:

  • Aperitif oder Hauscocktail gratis — geringer Wareneinsatz, hoher wahrgenommener Wert
  • Dessert gratis — gleiche Logik, und es regt dazu an, ein komplettes Menü zu bestellen
  • Euro-Rabatt (5 €, 10 €) auf die Rechnung — verständlicher als ein Prozentsatz
  • Vorspeise oder Tagesgericht gratis für den geworbenen Gast bei seinem ersten Besuch
  • Geschenkgutschein über einen festen Betrag, einlösbar beim nächsten Besuch

Vermeiden Sie prozentuale Rabatte, die für den Gast weniger greifbar sind. „10 € geschenkt" wirkt stärker als „15 % Rabatt". Vermeiden Sie auch zu viele Einschränkungen (nur dienstags von 11:30 bis 12:15 Uhr gültig, ohne Getränke, ohne Menüs, mindestens 4 Personen…). Je einfacher, desto besser funktioniert es.

Schritt 2: Erstellen Sie ein einfaches Tracking-System

Hier scheitern Empfehlungsprogramme am häufigsten: beim Tracking. Wenn Sie nicht nachvollziehen können, wer wen empfohlen hat, können Sie weder belohnen noch messen.

Mehrere Optionen je nach Digitalisierungsgrad:

  • Physische Empfehlungskarten: Der Empfehlungsgeber erhält Karten mit seinem Namen (oder einem eindeutigen Code), die er an Bekannte weitergibt. Der geworbene Gast zeigt die Karte bei der Reservierung oder beim Eintreffen vor. Einfach, greifbar, wirkungsvoll.
  • Individueller Empfehlungscode: Jeder Empfehlungsgeber erhält einen Code (z. B. seine Initialen + eine Zahl). Der geworbene Gast nennt diesen Code bei der Reservierung.
  • Digitales Tracking: Wenn Sie über ein Gästeverwaltungstool oder ein digitales Gutscheinsystem verfügen, können Sie das Tracking automatisieren. Plattformen wie ALaCarte.direct ermöglichen es, solche Mechanismen über nachverfolgbare Geschenkgutscheine abzuwickeln.

Das Wichtigste: Wählen Sie ein System, das Ihr Team ohne Reibungsverluste handhaben kann. Wenn es mitten im Service zu kompliziert ist, wird es nicht funktionieren.

Schritt 3: Schulen Sie Ihr Team

Ihr Servicepersonal ist das entscheidende Bindeglied Ihres Programms. Es muss wissen:

  • Was das Programm ist: Bedingungen, Belohnungen, Einschränkungen
  • Wann man darüber spricht: idealerweise am Ende des Essens, beim Bringen der Rechnung, wenn der Gast zufrieden ist
  • Wie man darüber spricht: nicht wie ein Verkaufsgespräch, sondern als natürliche Information („Übrigens, wenn es Ihnen gefallen hat — wir haben ein Empfehlungsprogramm…")
  • Wie man einen geworbenen Gast behandelt: Empfang, Überprüfung der Empfehlung, Einlösung der Belohnung

Führen Sie ein 15-minütiges Briefing mit dem gesamten Team durch. Geben Sie die Materialien aus (Karten, Flyer). Und vor allem: Zeigen Sie dem Team den persönlichen Nutzen auf — mehr zufriedene Gäste, mehr Gedecke, potenziell mehr Trinkgeld.

Schritt 4: Bereiten Sie Ihre Kommunikationsmaterialien vor

Das Programm muss sichtbar sein, ohne aufdringlich zu wirken. Hier sind die wichtigsten Materialien:

  • Empfehlungskarten: Visitenkartenformat, mit den Bedingungen in einem Satz zusammengefasst, dem Code oder Platz für den Namen des Empfehlungsgebers
  • Tischaufsteller oder Menüeinleger: Ein Satz zum Programm, sichtbar während des Essens
  • Beitrag auf Ihren Social-Media-Kanälen: Ankündigung des Starts, regelmäßige Erinnerungen
  • Hinweis auf Ihrer Website und Ihrer digitalen Speisekarte: Wenn Sie einen QR-Code-Menü nutzen, ist das ein idealer Platz, um den Gast zu informieren

Um die Online-Sichtbarkeit zu maximieren, sollten Sie die Performance Ihrer digitalen Speisekarte messen, um die besten Platzierungen für die Bewerbung Ihres Programms zu identifizieren.

Schritt 5: Starten Sie mit Ihren besten Gästen

Starten Sie Ihr Empfehlungsprogramm nicht mit großem Aufsehen bei allen gleichzeitig. Beginnen Sie mit Ihren Stammgästen — denjenigen, die bereits regelmäßig kommen und Ihren Betrieb sichtlich schätzen.

Diese Gäste sind Ihre natürlichen Botschafter. Sie kennen Ihre Küche, Ihren Service, Ihre Atmosphäre. Ihre Empfehlung wird die glaubwürdigste und wirkungsvollste sein. Bieten Sie ihnen vorab die Möglichkeit, Empfehlungen auszusprechen.

Konkret:

  • Identifizieren Sie Ihre 20 bis 30 besten Gäste (diejenigen, die mindestens einmal im Monat kommen)
  • Übergeben Sie ihnen persönlich die Empfehlungskarten oder -codes
  • Erklären Sie ihnen das Programm im persönlichen Gespräch
  • Bedanken Sie sich für ihre Treue — das Empfehlungsprogramm ist auch eine Form der Wertschätzung

Schritt 6: Automatisieren Sie, was möglich ist

Ein Programm, das vollständig auf dem Gedächtnis und dem guten Willen des Teams basiert, verliert irgendwann an Schwung. Automatisieren Sie die Elemente, die sich dafür eignen:

  • Automatischer Versand des Empfehlungscodes nach einem Besuch (per E-Mail oder SMS, sofern Sie Kontaktdaten erfassen)
  • Erinnerung an den Empfehlungsgeber, wenn sein geworbener Gast da war (um seine Belohnung auszulösen)
  • Erfassung in einer Tabelle oder einem einfachen CRM: Datum, Empfehlungsgeber, geworbener Gast, zugeteilte Belohnung, eingelöste Belohnung

Selbst eine einfache, zwischen Betriebsleiter und Serviceteam geteilte Tabelle reicht für den Anfang aus. Wichtig ist, dass keine Empfehlung verloren geht.

Schritt 7: Messen und optimieren

Verfolgen Sie ab dem ersten Monat diese Kennzahlen:

  • Anzahl initiierter Empfehlungen (verteilte Karten oder Codes)
  • Konversionsrate (geworbene Gäste, die tatsächlich gekommen sind)
  • Kosten pro Akquise (Wert der ausgegebenen Belohnungen / Anzahl neuer Gäste)
  • Wiederkehrrate der geworbenen Gäste (wie viele kommen nach dem ersten Besuch ohne erneute Empfehlung wieder)

Diese Zahlen zeigen Ihnen, ob Ihr Programm funktioniert, ob die Belohnungen angepasst werden müssen oder ob das Team besser geschult werden sollte, darüber zu sprechen.

Welche Belohnungen Sie für Ihr Gästeempfehlungsprogramm wählen sollten

Die Wahl der Belohnung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Empfehlungsprogramms. Zu gering, und niemand macht sich die Mühe zu empfehlen. Zu großzügig, und Sie verlieren Geld. So finden Sie die richtige Balance.

Belohnungen mit hohem wahrgenommenem Wert und geringen realen Kosten

Das ist das Geheimnis rentabler Programme. Der vom Gast wahrgenommene Wert steht nicht im Verhältnis zu Ihrem Wareneinsatz. Ein Signature-Cocktail für 12 € auf der Karte kostet Sie vielleicht 2,50 € in der Herstellung. Für den Gast ist es ein Geschenk im Wert von 12 €. Für Sie sind es Akquisekosten von 2,50 €.

Die besten Belohnungen in dieser Kategorie:

  • Hauscocktail oder Aperitif — hervorragende Marge, Geschenk-Effekt
  • Signature-Dessert — gleiche Logik
  • Zusätzlicher Amuse-Bouche oder Gruß aus der Küche — nahezu keine Kosten, VIP-Erlebnis-Effekt
  • Café Gourmand gratis — ein Klassiker, aber immer geschätzt
  • Wein-Upgrade (vom offenen Wein zur nächsthöheren Qualitätsstufe) — minimaler Kostenunterschied, Premium-Effekt

Monetäre Belohnungen

Euro-Gutscheine oder Geschenkgutscheine sind universeller einsetzbar. Sie passen zu allen Gästetypen und sind leicht verständlich. Sie können sich auf ein System mit digitalen Geschenkgutscheinen stützen, um diese Belohnungen reibungslos zu verwalten.

Beachten Sie jedoch: Ein 10-€-Rabatt kostet Sie tatsächlich 10 €, während ein geschenktes Dessert Sie nur 3 € kostet. Setzen Sie monetäre Belohnungen für ambitioniertere Programme ein, bei denen der durchschnittliche Bon hoch und die Margen komfortabel sind.

Erlebnis-Belohnungen

Um sich abzuheben, bieten Sie Belohnungen an, die man für Geld allein nicht kaufen kann:

  • Einladung zu einem exklusiven Tasting-Abend nach 3 Empfehlungen
  • Treffen mit dem Küchenchef oder Küchenführung
  • Überraschungsmenü des Küchenchefs für den aktivsten Empfehlungsgeber des Monats
  • Bevorzugter Tisch oder garantierte Reservierung am Wochenende

Diese Belohnungen schaffen ein Gefühl der Zugehörigkeit und des Privilegs. Sie verwandeln Ihre besten Empfehlungsgeber in echte Botschafter, die emotional investiert sind.

Das Stufensystem

Statt einer einmaligen Belohnung schaffen Sie eine Progression:

  • 1. Empfehlung: Aperitif gratis
  • 3. Empfehlung: Dessert für zwei gratis
  • 5. Empfehlung: Komplettes Essen für zwei Personen gratis
  • 10. Empfehlung: Exklusiver Tasting-Abend mit dem Küchenchef

Dieses System fördert die Wiederholung. Ein Empfehlungsgeber, der bereits zwei Personen geworben hat, wird natürlich motiviert sein, die dritte Stufe zu erreichen.

So bewerben Sie Ihr Empfehlungsprogramm wirkungsvoll

Ein Programm zu haben, ist gut. Es bekannt zu machen, ist entscheidend. Hier sind die Kanäle und Schlüsselmomente, um die Teilnahme zu maximieren.

Der ideale Zeitpunkt: das Ende des Essens

Der beste Moment, um über das Empfehlungsprogramm zu sprechen, ist, wenn der Gast auf dem Höhepunkt seiner Zufriedenheit ist. In der Regel ist das zwischen Dessert und Rechnung. Der Gast hat gut gegessen, ist in guter Stimmung und positiv gestimmt.

Schulen Sie Ihr Team, die Signale zu erkennen: Komplimente zu den Gerichten, Fotos während des Essens, positive Kommentare unter den Tischgästen. Das ist der Moment, um es natürlich einfließen zu lassen: „Vielen Dank, das freut uns sehr. Übrigens, wenn Sie unser Restaurant gerne Ihren Bekannten empfehlen möchten — wir haben ein kleines Empfehlungsprogramm…"

Social Media

Kündigen Sie Ihr Programm auf Ihren Social-Media-Kanälen an, aber belassen Sie es nicht bei einem einzigen Launch-Beitrag. Planen Sie regelmäßige Erinnerungen:

  • Veröffentlichen Sie Erfahrungsberichte zufriedener Empfehlungsgeber (mit deren Einverständnis)
  • Teilen Sie die Programmzahlen („Bereits 50 Empfehlungen diesen Monat — vielen Dank!")
  • Erinnern Sie an die verfügbaren Belohnungen
  • Stellen Sie den „Empfehlungsgeber des Monats" vor

Sie können auch auf lokales Influencer-Marketing setzen, um die Reichweite Ihres Programms bei neuen Zielgruppen in Ihrem Einzugsgebiet zu verstärken.

E-Mail und SMS

Wenn Sie die Kontaktdaten Ihrer Gäste erfassen (bei der Reservierung, über Ihre Website, über ein Treueprogramm), nutzen Sie diese Kanäle, um das Empfehlungsprogramm zu bewerben.

Eine einfache E-Mail, eine Woche nach dem Besuch versendet, reicht aus:

„Guten Tag [Vorname], wir hoffen, dass Ihnen Ihr letzter Besuch bei [Name des Restaurants] gefallen hat. Wenn Sie unsere Küche gerne Ihren Bekannten empfehlen möchten, hier ist Ihr persönlicher Empfehlungscode: [CODE]. Ihr geworbener Gast erhält einen Aperitif gratis, und Sie bekommen einen 10-€-Gutschein für Ihren nächsten Besuch. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!"

Kurz, direkt, mit einem klaren Anreiz.

Die Rechnung und der Kassenbon

Das ist ein unterschätztes Medium. Fügen Sie eine Zeile auf Ihren Belegen hinzu oder legen Sie einen kleinen Flyer zur Rechnung. Der Gast sieht ihn genau in dem Moment, in dem er seine Karte zückt — ein Zeitpunkt, zu dem er Ihr Restaurant noch im Kopf hat.

Ihre digitale Speisekarte und Ihre Website

Wenn Sie eine mehrsprachige QR-Code-Speisekarte nutzen, fügen Sie einen eigenen Bereich für das Empfehlungsprogramm hinzu. Das ist ein digitaler Berührungspunkt, den jeder Gast während seines Essens aufruft.

Erstellen Sie auf Ihrer Website eine eigene Seite, die das Programm erklärt. So können Gäste den Link auch direkt an Bekannte weiterleiten.

Fehler, die ein Empfehlungsprogramm in der Gastronomie scheitern lassen

Viele Gastronomen starten ein Empfehlungsprogramm mit Begeisterung und sehen dann zu, wie es innerhalb weniger Wochen einschläft. Hier sind die häufigsten Fehler und wie Sie sie vermeiden.

Zu komplizierte Bedingungen

„Empfehlen Sie einen Freund und erhalten Sie 15 % Rabatt auf Ihren nächsten Besuch ab einem Mindestbetrag von 40 €, ohne Getränke, ohne Menüs, gültig von Montag bis Donnerstag, außer an Feiertagen, innerhalb von 30 Tagen…" Niemand wird diese Bedingungen lesen. Und wer sie liest, wird sich nicht die Mühe machen, jemanden zu empfehlen.

Die Regel: Wenn Sie Ihr Programm nicht in einem Satz erklären können, ist es zu kompliziert. „Empfehlen Sie einen Freund — Sie erhalten beide einen Aperitif gratis" — das ist in drei Sekunden verstanden.

Den geworbenen Gast nicht belohnen

Manche Programme belohnen nur den Empfehlungsgeber. Das ist ein Fehler. Der geworbene Gast braucht einen Anreiz, um den Schritt zu wagen. Er kennt Ihr Restaurant noch nicht und geht ein gewisses „Risiko" ein, wenn er kommt. Bieten Sie ihm etwas an, das diese Hemmschwelle senkt.

Vergessen, die Empfehlungsgeber zu erinnern

Sie haben 100 Empfehlungskarten verteilt. Drei Monate später wurden 8 eingelöst. Was ist passiert? Wahrscheinlich nichts Besonderes: Die Gäste haben es schlicht vergessen. Ohne Erinnerung legen selbst die begeistertsten Gäste die Karte irgendwann in eine Schublade.

Planen Sie Erinnerungen ein: per E-Mail, SMS oder einfach ein Wort des Serviceteams beim nächsten Besuch des Gastes. „Übrigens, Sie hatten beim letzten Mal Empfehlungskarten mitgenommen — hatten Sie schon Gelegenheit, in Ihrem Umfeld davon zu erzählen?"

Feedback ignorieren

Ihr Programm ist nicht in Stein gemeißelt. Hören Sie auf das Feedback Ihrer Gäste und Ihres Teams. Wenn das Servicepersonal das Tracking-System zu aufwendig findet, vereinfachen Sie es. Wenn die Gäste die Belohnung wenig attraktiv finden, ändern Sie sie. Ein Restaurant-Empfehlungsprogramm muss sich weiterentwickeln.

Aktive Empfehlungsgeber nicht wertschätzen

Ein Gast, der Ihnen 5 neue Gäste bringt, verdient mehr als einen Aperitif. Identifizieren Sie Ihre besten Empfehlungsgeber und behandeln Sie sie wie VIPs. Ein persönlicher Dank vom Küchenchef, eine besondere Einladung, eine aufmerksame Geste bei ihren Besuchen — solche Aufmerksamkeiten stärken das Engagement und motivieren zum Weitermachen.

Das Empfehlungsprogramm in Ihre gesamte Marketingstrategie integrieren

Das Restaurant-Empfehlungsprogramm darf nicht isoliert funktionieren. Es fügt sich in Ihre übergreifende Marketingstrategie ein und profitiert von Ihren anderen Maßnahmen.

Empfehlung und Kundenbindung: zwei Seiten derselben Medaille

Das Empfehlungsprogramm ist ein Akquiseinstrument. Die Kundenbindung ist ein Retentionsinstrument. Beide ergänzen sich perfekt. Ein treuer Stammgast ist Ihr bester potenzieller Empfehlungsgeber. Ein gut empfangener geworbener Gast wird zum Stammgast und dann selbst zum Empfehlungsgeber.

Gestalten Sie einen stimmigen Kreislauf:

  1. Der neue Gast kommt durch eine Empfehlung
  2. Er erlebt ein positives Erlebnis
  3. Er wird in Ihr Treueprogramm aufgenommen
  4. Er wird selbst zum Empfehlungsgeber

Empfehlung und Veranstaltungen

Veranstaltungen sind natürliche Beschleuniger für Empfehlungen. Themenabende, saisonale Menüs, Sonntagsbrunch, Weinverkostungen — das sind perfekte Anlässe, um jemanden einzuladen, Ihr Restaurant zu entdecken.

Bieten Sie spezielle Empfehlungsbelohnungen an, die mit Ihren Veranstaltungen verknüpft sind: „Empfehlen Sie einen Freund für unseren Beaujolais-Nouveau-Abend, und Sie erhalten beide ein Glas Champagner gratis."

Empfehlung und Online-Bewertungen

Ein Gast, der Ihr Restaurant empfiehlt, ist ein zufriedener Gast. Er ist auch ein Gast, den Sie um eine Online-Bewertung bitten können. Beide Ansätze ergänzen sich: Die Empfehlung erzeugt private Mundpropaganda, die Online-Bewertung erzeugt öffentliche Mundpropaganda.

Achten Sie jedoch darauf, den Gast nicht mit Anfragen zu überhäufen. Eine Formulierung wie „Wenn Ihnen Ihr Besuch gefallen hat, freuen wir uns über eine Bewertung — und erzählen Sie gerne auch in Ihrem Umfeld von uns. Wir haben übrigens ein Empfehlungsprogramm…" verbindet beides auf elegante Weise.

Konkrete Beispiele für funktionierende Programme

Hier sind drei Modelle von Empfehlungsprogrammen, angepasst an verschiedene Typen inhabergeführter Restaurants.

Die Gaststätte im Viertel

Konzept: Physische Empfehlungskarten, am Ende des Essens verteilt. Belohnung Empfehlungsgeber: Café Gourmand gratis beim nächsten Besuch. Belohnung geworbener Gast: Hausaperitif gratis beim ersten Besuch. Tracking: Notizbuch hinter dem Tresen, der Kellner vermerkt die Empfehlung. Erwartetes Ergebnis: Geringe Einrichtungskosten, ideal für ein lokales Stammpublikum.

Das gehobene Restaurant

Konzept: Digitaler Empfehlungscode per E-Mail nach der Reservierung versendet. Belohnung Empfehlungsgeber: 20-€-Gutschein für den nächsten Besuch. Belohnung geworbener Gast: Überraschungs-Amuse-Bouche vom Küchenchef. Tracking: Über das Reservierungssystem, Code mit dem Gästeprofil verknüpft. Stufen: Nach 3 Empfehlungen Einladung zu einer exklusiven Verkostung. Nach 5 Empfehlungen ein Degustationsmenü für zwei gratis.

Die familiengeführte Pizzeria

Konzept: Programm „Bringen Sie Ihre Freunde mit". Belohnung Empfehlungsgeber: Pizza nach Wahl gratis nach 3 Empfehlungen. Belohnung geworbener Gast: Dessert gratis bei Vorlage des Codes. Tracking: Stempelkarte (ein Stempel pro geworbenem Gast). Bewerbung: Plakat im Schaufenster, Hinweis auf den Lieferkartons, regelmäßige Posts auf Instagram.

Diese drei Beispiele zeigen, dass es kein Einheitsmodell gibt. Das beste Empfehlungsprogramm ist dasjenige, das zu Ihrem Betriebstyp, Ihrer Gästestruktur und Ihren betrieblichen Möglichkeiten passt.

Jetzt handeln: Ihr Startplan für 2 Wochen

Sie haben diesen Leitfaden gelesen. Jetzt ist es Zeit zu handeln. Hier ist ein realistischer Startplan für 14 Tage.

Woche 1 — Vorbereitung:

  • Tag 1–2: Legen Sie Ihre Belohnungen für Empfehlungsgeber und geworbene Gäste anhand Ihrer Margen fest
  • Tag 3: Wählen Sie Ihr Tracking-System (physische Karten, Codes, digitales Tool)
  • Tag 4: Lassen Sie Ihre Materialien drucken oder richten Sie Ihr digitales Tool ein
  • Tag 5: Briefen Sie Ihr Team — erklären Sie das Programm, die Belohnungen, die Gesprächsführung

Woche 2 — Start:

  • Tag 8: Starten Sie das Programm bei Ihren 20 besten Gästen, persönlich
  • Tag 9: Kündigen Sie das Programm auf Ihren Social-Media-Kanälen an
  • Tag 10: Ergänzen Sie die Information auf Ihrer Website und Ihrer digitalen Speisekarte
  • Tag 12–14: Sammeln Sie erstes Feedback vom Team und von den Gästen, passen Sie bei Bedarf an

Streben Sie beim Start nicht nach Perfektion. Ein einfaches Programm, das existiert, ist unendlich wertvoller als ein perfektes Programm, das in der Schublade liegt. Sie werden es im Laufe der Zeit verbessern, basierend auf den Erfahrungen aus der Praxis.

Das Restaurant-Empfehlungsprogramm ist einer der wenigen Marketinghebel, der wenig kostet, viel einbringt und die Beziehung zu Ihren bestehenden Gästen stärkt. Jeder zufriedene Gast, der Ihren Gastraum verlässt, ist ein potenzieller Botschafter. Geben Sie ihm die Mittel und die Motivation, einer zu werden.

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Sophie - Rédaction ALaCarte
Sophie - Rédaction ALaCarte

FoodTech & Innovation Restauration

L'équipe éditoriale d'ALaCarte.Direct, spécialiste de la digitalisation des restaurants et de l'innovation FoodTech.