Guides Pratiques

10 kostenlose Marketingstrategien, die Ihr Restaurant füllen

10 kostenlose Marketingstrategien, die Ihr Restaurant füllen
Sommaire

„Man muss Facebook-Werbung schalten, um Gäste zu gewinnen." Wie oft haben Sie diesen Ratschlag schon gehört? Das Problem dabei: Bezahlte Werbung ist teuer, erfordert technisches Know-how, und die Ergebnisse sind nie garantiert. Die gute Nachricht: Es gibt sehr wirkungsvolle Wege, Gäste zu gewinnen, ohne einen Cent für Werbung auszugeben.

Hier sind 7 kostenlose Marketingstrategien, die Sie ab heute umsetzen können – auch ohne Digitalexperte zu sein.

1. Optimieren Sie Ihr Google-Unternehmensprofil (das am meisten unterschätzte Tool)

Wenn jemand nach „Restaurant in meiner Nähe" oder „italienisches Restaurant [Ihre Stadt]" sucht, zeigt Google My Business (GMB) die Ergebnisse an. Wenn Ihr Profil nicht optimiert ist, bleiben Sie unsichtbar.

Was Sie heute noch tun sollten:

Stellen Sie sicher, dass Ihr Profil vollständig ist:

  • Korrekte Adresse, Telefonnummer, aktuelle Öffnungszeiten
  • Hochwertige Fotos: Außenansicht, Gastraum, Gerichte, Team (mindestens 10 Fotos)
  • Präzise Beschreibung mit Ihren Spezialitäten und relevanten Suchbegriffen (z. B. „italienisches Restaurant mit hausgemachter frischer Pasta")

Fügen Sie Attribute hinzu:

  • Terrasse, kostenloses WLAN, barrierefreier Zugang, Online-Reservierung, Click & Collect...
  • Diese kleinen Details beeinflussen die Entscheidung der Gäste

Veröffentlichen Sie regelmäßig GMB-Beiträge:

  • Neues Tagesgericht, besondere Veranstaltung, Mittagsmenü, Wochenendangebot
  • Die Beiträge erscheinen in den Suchergebnissen und zeigen, dass Ihr Betrieb aktiv ist
  • Ideale Frequenz: 2–3 Beiträge pro Woche

Antworten Sie auf ALLE Bewertungen (positive und negative):

  • Eine unbeantwortete Bewertung erweckt den Eindruck, dass Ihnen Ihre Gäste gleichgültig sind
  • Das Beantworten erhöht Ihre Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit

Wichtige Kennzahl: Laut Google erhalten Betriebe mit einem vollständigen GMB-Profil 7-mal mehr Routenanfragen und 3-mal mehr Klicks auf ihre Website als solche mit einem unvollständigen Profil.

2. Gehen Sie Partnerschaften mit lokalen Geschäften ein

Sie sind nicht allein in Ihrem Viertel. Andere Gewerbetreibende haben dieselben Kunden wie Sie. Warum sich also nicht gegenseitig unterstützen?

Beispiele für Win-win-Partnerschaften:

Mit einem Fitnessstudio oder Yogastudio: „Zeigen Sie Ihre Mitgliedskarte und erhalten Sie 10 % Rabatt auf unsere Salate und gesunden Gerichte."

Mit einem Kino: „Essen Sie vor Ihrer Vorstellung bei uns und erhalten Sie einen Digestif gratis – einfach Ihre Kinokarte vorzeigen."

Mit einem Hotel: Bieten Sie eine Provision für jeden Gast, den das Hotel zu Ihnen schickt. Hoteliers suchen immer gute Empfehlungen für ihre Gäste.

Mit einem Blumenladen, einer Buchhandlung oder einer Modeboutique: Tauschen Sie Flyer aus. Sie legen deren Visitenkarte in Ihrem Restaurant aus, und umgekehrt hängt Ihre Speisekarte in deren Laden.

Mit einer Bäckerei oder einem Feinkostladen: Entwickeln Sie gemeinsam ein Produkt. Zum Beispiel ein spezielles Gebäck, das Sie als Dessert anbieten und das gleichzeitig im Laden verkauft wird – mit Ihrem Namen darauf.

Das Prinzip: Sie sprechen dieselben Kunden an, stehen aber nicht in Konkurrenz zueinander. Durch eine Zusammenarbeit verdoppeln Sie Ihre Sichtbarkeit, ohne einen Euro auszugeben.

3. Veranstalten Sie Events, über die man spricht

Veranstaltungen erzeugen Mundpropaganda und geben den Menschen einen Grund zu kommen – und wiederzukommen.

Ideen für kostenlose (oder fast kostenlose) Events:

Monatlicher Themenabend:

  • Abend „Küche der Welt" (jeden Monat ein anderes Land)
  • Musik-Quiz-Abend
  • Spieleabend (die Gäste bringen ihre Gesellschaftsspiele mit)

Kochkurs oder Verkostung:

  • „Lernen Sie, frische Pasta selbst herzustellen" (Samstagnachmittag, 12 Plätze, 20 €/Person)
  • Wein- & Käseverkostung mit einem regionalen Erzeuger
  • Solche Workshops füllen Ihren Gastraum in schwachen Zeiten UND schaffen eine treue Stammkundschaft

Tag der offenen Tür / Blick hinter die Kulissen:

  • Zeigen Sie Ihre Küche, Ihren Weinkeller, Ihre Herstellungsprozesse
  • Menschen lieben es, einen Blick „hinter die Kulissen" zu werfen

Partnerschaft mit einem lokalen Verein:

  • Benefizabend, bei dem X % des Umsatzes an einen gemeinnützigen Verein gespendet werden
  • Der Verein mobilisiert seine Mitglieder, Sie füllen Ihren Gastraum

Wichtig: Erstellen Sie eine Facebook-Veranstaltung (kostenlos) und bitten Sie Ihre Gäste, auf „Interessiert" oder „Teilnehmen" zu klicken. Jede Interaktion erhöht Ihre Sichtbarkeit im Netzwerk deren Freunde.

4. Nutzen Sie die Kraft der digitalen Mundpropaganda

Mundpropaganda ist das beste Marketing überhaupt. Doch heute findet sie online statt.

Wie Sie Ihre Gäste dazu bringen, über Sie zu sprechen:

Schaffen Sie eine „instagrammable Ecke":

  • Eine dekorierte Wand, ein Neonschriftzug mit Ihrem Namen, eine fotogene Anrichtung
  • Gäste lieben es, auf Instagram zu teilen. Wenn Ihr Restaurant fotogen ist, tun sie es ganz von selbst

Bitten Sie (freundlich) um Google-Bewertungen:

  • Am Ende des Essens, wenn der Gast zufrieden ist: „Wenn es Ihnen bei uns gefallen hat, würde uns eine Google-Bewertung sehr freuen!"
  • Erstellen Sie einen QR-Code, der direkt zu Ihrer Google-Bewertungsseite führt (kostenlos mit Tools wie qr-code-generator.com)
  • Platzieren Sie diesen QR-Code auf der Rechnung oder auf einem kleinen Aufsteller am Tisch

Fördern Sie das Teilen in sozialen Netzwerken:

  • „Teilen Sie ein Foto Ihres Gerichts mit #NameIhresRestaurants und erhalten Sie einen Kaffee gratis"
  • Jedes Teilen = kostenlose Sichtbarkeit bei Dutzenden (oder sogar Hunderten) von Menschen

Belohnen Sie Gäste, die Sie weiterempfehlen:

  • „Empfehlen Sie uns einem Freund – Sie beide erhalten beim nächsten Besuch eine Vorspeise gratis"
  • Einfaches System: Geben Sie Ihren Stammgästen Empfehlungskarten

5. Setzen Sie auf E-Mail-Marketing (aber mit Köpfchen)

„E-Mails liest doch keiner mehr." Falsch. Menschen lesen E-Mails, die ihnen einen echten Mehrwert bieten.

Wie Sie eine E-Mail-Liste aufbauen (ohne zu spammen):

Sammeln Sie E-Mail-Adressen im Gastraum:

  • Kleiner Aufsteller am Tisch: „Erhalten Sie unsere Mittagsmenüs und Sonderangebote per E-Mail"
  • Kein kompliziertes Formular: nur Vorname + E-Mail-Adresse

Bieten Sie einen Anreiz:

  • „Melden Sie sich an und erhalten Sie 10 % Rabatt auf Ihren nächsten Besuch"
  • Oder: „Erhalten Sie jeden Montag unseren Wochenspeiseplan"

Was Sie versenden sollten (und was auf keinen Fall):

Empfehlenswert:

  • Wochenspeiseplan (wenn Sie Ihre Karte regelmäßig wechseln)
  • Exklusive Angebote für Abonnenten („Montag und Dienstag: Tagesgericht mit 20 % Rabatt für unsere Abonnenten")
  • Ankündigungen besonderer Veranstaltungen
  • Frequenz: maximal 1 bis 2 E-Mails pro Monat

Vermeiden:

  • Tägliche E-Mails (das nervt und kostet Sie Abonnenten)
  • Allgemeine E-Mails ohne konkretes Angebot („Besuchen Sie uns doch mal")
  • E-Mail-Listen kaufen (verstößt gegen die DSGVO und ist wirkungslos)

Kostenloses Tool: Mailchimp oder Brevo (ehemals Sendinblue) bieten kostenlose Tarife für bis zu 300–500 Kontakte.

6. Füllen Sie Ihre schwachen Zeiten mit strategischen Angeboten

Ihr Restaurant am Freitagabend zu füllen, ist einfach. Dienstagmittag ist eine andere Geschichte. Die umsatzschwachen Zeiten sind eine Chance, zusätzliche Gäste zu gewinnen, ohne Ihre Stoßzeiten zu kannibalisieren.

Strategien für umsatzschwache Zeiten:

Attraktives Mittagsmenü:

  • Vorspeise + Hauptgericht oder Hauptgericht + Dessert für 12–14 €
  • Setzen Sie auf Rentabilität durch Menge, nicht auf die Einzelmarge
  • Ein Mittagsgast kann zum Abendgast werden

Early-Bird-Angebote:

  • „Kommen Sie vor 19:30 Uhr und erhalten Sie einen Aperitif gratis"
  • Oder: „Tapas mit 30 % Rabatt zwischen 18:00 und 19:00 Uhr"

Vergünstigte Abende:

  • „Jeden Dienstag: Pizza für 8 €" (sofern Sie Pizza anbieten)
  • Die Gäste wissen, dass sie an diesem Tag ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis erwartet

All-you-can-eat für ein bestimmtes Gericht:

  • Beispiel: Schnitzel mit Pommes satt am Donnerstagabend
  • Das schafft ein Ritual und füllt den Gastraum in schwachen Zeiten

Wichtig: Diese Angebote dürfen NICHT den Wert Ihrer Marke schmälern. Kommunizieren Sie klar, dass es sich um ein zeitlich begrenztes Angebot handelt oder dass es nur an bestimmten Tagen gilt.

7. Machen Sie Ihre Speisekarte online zugänglich (überall und unkompliziert)

Gäste suchen Ihre Speisekarte online, BEVOR sie zu Ihnen kommen. Wenn sie diese nicht finden, gehen sie woanders hin.

Was Sie unbedingt brauchen:

Eine aktuelle Speisekarte auf Ihrer Website:

  • PDF zum Herunterladen = ❌ (nicht mobilfreundlich, schwer lesbar auf dem Smartphone)
  • HTML-Seite mit gut lesbarem Text = ✅

Eine Speisekarte im Google-Unternehmensprofil:

  • Sie können Ihre Speisekarte direkt in Ihrem GMB-Profil hinterlegen
  • Gäste sehen sie, ohne Ihre Website besuchen zu müssen

Ein QR-Code an Ihrem Schaufenster:

  • Passanten können scannen und sofort Ihre Speisekarte einsehen
  • Gefällt ihnen, was sie sehen, kommen sie herein oder kommen später wieder

Fotos Ihrer Gerichte:

  • Auf Ihrer Website, im GMB-Profil, in den sozialen Netzwerken
  • Fotos verkaufen. Eine Speisekarte ohne Fotos ist wie ein Geschäft ohne Schaufenster.

Tipp: Nutzen Sie ein kostenloses Tool wie Google Sites, Wix (kostenlose Version) oder sogar Google Docs im Modus „Im Web veröffentlichen", um eine schlichte und ansprechende Speisekarten-Seite zu erstellen. Sie müssen kein Webentwickler sein.

Hinweis: Wenn Sie noch einen Schritt weitergehen möchten, ermöglichen Lösungen wie ALaCarte die Erstellung einer digitalen Speisekarte per QR-Code, die für die lokale Suchmaschinenoptimierung optimiert ist. Das Wichtigste ist jedoch, dass Ihre Speisekarte online verfügbar ist – unabhängig vom verwendeten Tool.

Wo fangen Sie an?

Sie werden nicht alles gleichzeitig umsetzen können. Hier ist ein schrittweiser Aktionsplan:

Diese Woche: Optimieren Sie Ihr Google-Unternehmensprofil (maximal 2 Stunden Aufwand)

Diesen Monat: Richten Sie ein System zur E-Mail-Sammlung ein und kontaktieren Sie 3 lokale Geschäfte für eine Partnerschaft

Dieses Quartal: Organisieren Sie Ihre erste Veranstaltung und starten Sie ein Angebot für umsatzschwache Zeiten

Jede dieser Maßnahmen kostet Zeit, aber kein Geld. Und im Gegensatz zu Facebook-Werbung, die sofort aufhört zu wirken, sobald Sie nicht mehr bezahlen, arbeiten diese Strategien langfristig für Sie weiter.

Kostenloses Marketing ist kein Mythos. Es ist Marketing, das Investitionen in Zeit und Kreativität erfordert – statt in Euro. Und oft ist es sogar noch wirkungsvoller.

Cet article vous a-t-il été utile ?

Partager cet article :
Sophie - Rédaction ALaCarte
Sophie - Rédaction ALaCarte

FoodTech & Innovation Restauration

L'équipe éditoriale d'ALaCarte.Direct, spécialiste de la digitalisation des restaurants et de l'innovation FoodTech.

Articles similaires