Sie haben Zeit und Geld investiert, um ein Gutscheinprogramm für Ihr Restaurant aufzubauen. Die Designs stehen, das System ist eingerichtet, die Gutscheine liegen an der Theke bereit. Und trotzdem stagnieren die Verkäufe. Das Problem ist nicht das Produkt — es fehlt eine Strategie, um es aktiv zu vermarkten. Ein Gutschein, der still neben der Kasse liegt, verkauft sich nicht von allein. Sie müssen ihn ins Rampenlicht rücken, ihn gezielt anbieten — zur richtigen Zeit und am richtigen Ort.
Das Marketing für Restaurant-Gutscheine ist ein Umsatzhebel, den viele inhabergeführte Gaststätten und Restaurants kaum nutzen. Im Gegensatz zu großen Ketten, die nationale Kampagnen fahren, müssen Sie mit Kreativität, Kundennähe und Agilität punkten. Die gute Nachricht: Genau hier liegt Ihr Vorteil. Niemand kennt Ihre Gäste besser als Sie.
Hier sind 15 konkrete Werbeideen, die Sie noch diese Woche umsetzen können, um Ihre Gutscheine in einen echten Umsatzmotor zu verwandeln.
Warum das Marketing für Restaurant-Gutscheine eine durchdachte Strategie verdient
Bevor wir in die Taktiken eintauchen, eine grundlegende Feststellung: Der Gutschein ist kein Beiwerk — er ist ein eigenständiges Produkt. Und wie jedes Produkt braucht er einen durchdachten Vermarktungsplan.
Drei Gründe, dieses Thema ernst zu nehmen:
- Sofortige Einnahmen: Sie kassieren unmittelbar, noch bevor der Beschenkte Ihr Restaurant betritt. Das ist direkte Liquidität für Ihr Unternehmen.
- Neukundengewinnung: In den meisten Fällen ist die Person, die den Gutschein einlöst, nicht diejenige, die ihn gekauft hat. Sie gewinnen einen neuen Gast, ohne einen Cent für Werbung auszugeben.
- Höherer Durchschnittsbon: Gutscheininhaber geben in der Regel mehr aus als den Nennwert des Gutscheins. Die Differenz zwischen Gutscheinwert und tatsächlicher Rechnung ist zusätzlicher Umsatz.
Wenn Sie sich vor dem Start Ihrer Aktionen über die rechtlichen Rahmenbedingungen informieren möchten, lesen Sie unseren Artikel zur Regulierung von Restaurant-Gutscheinen in Frankreich. Das ist eine wichtige Grundlage, um böse Überraschungen zu vermeiden.
Ideen 1 bis 5: Den Gutschein direkt im Restaurant bewerben
1. Der systematische Vorschlag am Ende des Essens
Das ist die einfachste Taktik — und dennoch die am seltensten angewandte. Schulen Sie Ihr Serviceteam, den Gutschein beim Bringen der Rechnung mit einem natürlichen Satz anzubieten:
„Hat Ihnen der Abend gefallen? Mit unseren Gutscheinen können Sie dieses Erlebnis auch Ihren Liebsten schenken."
Kein Druck. Kein roboterhaftes Skript. Einfach ein Vorschlag im Moment der höchsten Zufriedenheit. Integrieren Sie diese Empfehlung zwei Wochen lang in Ihre tägliche Teambesprechung — die Ergebnisse werden Sie überraschen.
Praxis-Tipp: Gestalten Sie einen kleinen Tischaufsteller mit Hinweis auf den Gutschein, der zusammen mit der Rechnung gebracht wird. Das Visuelle übernimmt die Arbeit — die Servicekraft muss nur noch darauf eingehen.
2. Strategische Platzierung an den Laufwegen
Ihre Gäste kommen alle an denselben Stellen vorbei: Eingang, Theke, Toiletten, Kasse. Das sind ideale Standorte für Gutschein-Werbung.
Konkret:
- Ein Rahmen über der Kasse mit ansprechendem Motiv und Einstiegspreis
- Ein Aufkleber am Schaufenster, sichtbar von der Straße
- Ein kleiner Aufsteller in den Toiletten (ja, das ist ein Moment ungeteilter Aufmerksamkeit)
- Ein QR-Code auf dem Tischset oder der Speisekarte, der direkt zur Online-Kaufseite führt
Wenn Sie bereits eine digitale Speisekarte per QR-Code anbieten, ist das der perfekte Ort, um einen Link zu Ihrem Gutschein-Shop einzubinden.
3. Der Bonus „Gutschein + kleine Aufmerksamkeit"
Bieten Sie bei jedem Gutscheinkauf vor Ort ein kleines Extra an: einen Kaffee für den Käufer, ein Dessert, einen Aperitif. Die Kosten für Sie sind minimal (wenige Euro Wareneinsatz), aber es schafft einen unmittelbaren Kaufanreiz.
Konkretes Beispiel: „Beim Kauf eines Gutscheins ab 50 € erhalten Sie heute Ihren Café Gourmand aufs Haus."
Diese Mechanik funktioniert besonders gut am Wochenende, wenn Ihre Gäste in Genuss-Stimmung sind und eher ans Schenken denken.
4. Der Gutschein als Lösung bei Gruppen-Unentschlossenheit
Ihre Servicekräfte erleben es täglich: Eine Gruppe beendet ein Geburtstags- oder Abschiedsessen, und jemand sagt: „Wir hätten noch ein Geschenk besorgen sollen." Das ist der perfekte Moment für den Hinweis:
„Falls Sie noch eine Idee suchen — wir haben Gutscheine. Den Betrag können Sie auch gerne untereinander aufteilen."
Schulen Sie Ihr Team, diese Signale zu erkennen: Geburtstage, Feiern, Freundesgruppen, Familienessen. Der Gutschein wird zur naheliegenden Lösung für ein unmittelbares Problem.
5. Die Integration in Ihre Veranstaltungsangebote
Wenn Sie Eventlocation oder geschlossene Veranstaltungen anbieten, nehmen Sie den Gutschein in Ihre Angebote auf. Einige Anwendungsmöglichkeiten:
- Firmenessen: Schlagen Sie dem Verantwortlichen vor, einen 20-€-Gutschein pro Teilnehmer als Andenken an den Abend hinzuzufügen. Für das Unternehmen ist es ein Posten unter „Geschäftsgeschenke", für Sie ein garantierter Wiederbesuch.
- Geburtstage und Hochzeiten: Ein Gutschein als Dankeschön für Gäste, die bei der Organisation geholfen haben.
- Junggesellenabschiede: Der Gutschein als Gruppengeschenk für die zukünftige Braut oder den zukünftigen Bräutigam.
Ideen 6 bis 10: Den Gutschein online und über Social Media verkaufen
6. Die optimierte Online-Kaufseite
Es klingt selbstverständlich, doch viele Gastronomen bieten Gutscheine an, ohne eine übersichtliche Kaufseite auf ihrer Website oder ihrem Online-Profil zu haben. Ihre Kaufseite sollte enthalten:
- Ein appetitliches Foto Ihres Restaurants (kein generisches Stockfoto)
- Die verfügbaren Beträge (bieten Sie 3 bis 4 Stufen an: 30 €, 50 €, 75 €, 100 €)
- Die Möglichkeit, eine persönliche Nachricht hinzuzufügen
- Einen gut sichtbaren Kauf-Button und einen Bezahlvorgang in maximal 3 Klicks
- Den Hinweis „Sofortiger Versand per E-Mail" — damit auch Last-Minute-Käufer beruhigt zugreifen
Orientieren Sie sich bei der Gestaltung dieser Seite an den Prinzipien des digitalen Speisekarten-Designs: Klarheit, visuelle Hierarchie und ein eindeutiger Call-to-Action.
7. Gezielte Instagram Stories und Reels
Ihr Instagram-Profil ist nicht nur ein Schaufenster für Ihre Gerichte. Es ist ein direkter Vertriebskanal für Ihre Gutscheine. Hier ein einfacher Content-Plan:
- Story „Geschenkidee": Zeigen Sie einmal pro Woche den Gutschein in Aktion (ein Paar, das ihn verschenkt; ein Freund, der ihn entdeckt)
- Reel „Unboxing": Filmen Sie, wie jemand einen Umschlag mit dem Gutschein öffnet und sich freut
- Interaktive Story: Umfrage „Was verschenken Sie lieber: einen Blumenstrauß oder ein Dinner zu zweit?" — die Antwort führt ganz natürlich zum Gutschein
- Story mit Countdown vor einem wichtigen Datum (Muttertag, Weihnachten, Valentinstag)
Für eine umfassendere Instagram-Strategie lesen Sie unseren Leitfaden zur Instagram-Content-Strategie für Restaurants. Der Gutschein lässt sich hervorragend in einen durchdachten Redaktionsplan einbinden.
8. Die gezielte E-Mail-Kampagne vor jedem Anlass
Sie haben eine Kundendatenbank, auch wenn sie klein ist? Nutzen Sie sie. Versenden Sie 10 bis 14 Tage vor jedem wichtigen Termin eine dedizierte E-Mail:
- Muttertag / Vatertag
- Weihnachten und Silvester
- Valentinstag
- Schulbeginn im September (als Dankeschön für Lehrkräfte)
Die E-Mail sollte kurz, visuell ansprechend und mit genau einem Call-to-Action versehen sein: den Gutschein kaufen. Kein überladener Newsletter mit einem versteckten Link irgendwo in der Mitte. Eine Botschaft, ein Ziel.
Betreffzeile, die funktioniert: „Noch 12 Tage bis Muttertag: Das Geschenk, mit dem sie nicht rechnet (aber das sie lieben wird)"
Wenn Sie bereits die Daten aus Ihrem Gutscheinprogramm nutzen, um Ihre Gäste besser kennenzulernen, gibt Ihnen unser Artikel über CRM im Restaurant und Gutschein-Daten wertvolle Ansätze zur Verfeinerung Ihrer Zielgruppenansprache.
9. Kooperationen mit lokalen Influencern
Sie müssen nicht auf Accounts mit 500.000 Followern abzielen. Lokale Micro-Influencer (1.000 bis 10.000 Follower) in Ihrer Stadt haben ein engagiertes und geographisch relevantes Publikum.
Die Mechanik ist einfach:
- Laden Sie ein oder zwei lokale Food-Influencer zu einem Essen ein
- Schenken Sie ihnen einen Gutschein, den sie über ein Gewinnspiel an ihre Community verlosen können
- Im Gegenzug veröffentlichen sie authentischen Content über Ihr Restaurant und heben den Gutschein hervor
Die Kosten? Ein Essen und ein Gutschein im Wert von 50 bis 100 €. Der potenzielle Ertrag: Dutzende neuer Gäste, die Ihr Lokal und Ihr Gutscheinangebot entdecken.
10. Das Gewinnspiel „Gewinnen Sie ein Dinner zu zweit"
Veranstalten Sie monatlich ein Gewinnspiel auf Ihren Social-Media-Kanälen mit einem Gutschein als Preis. Die Regeln sollten einfach sein:
- Ihrem Account folgen
- Den Beitrag liken
- Eine Person markieren, mit der man gerne essen gehen würde
Solche Gewinnspiele erzeugen Engagement, Sichtbarkeit und — vor allem — sie machen Hunderte von Menschen auf Ihr Gutscheinprogramm aufmerksam. Viele Nicht-Gewinner werden am Ende selbst einen Gutschein kaufen.
Ideen 11 bis 13: B2B-Partnerschaften und Firmenkunden
11. Das Firmenangebot für Betriebsräte und Mitarbeiter-Benefits
Betriebsräte und HR-Abteilungen sind Großabnehmer von Gutscheinen. Jedes Jahr verteilen sie Zuwendungen an Mitarbeitende — zu Weihnachten, zum Firmenjubiläum, bei Geburten oder Hochzeiten. Und viele Unternehmen suchen nach Alternativen zu den großen Gutscheinplattformen. In Deutschland liegt die steuerfreie Sachbezugsgrenze aktuell bei 50 € pro Monat (§ 8 Abs. 2 EStG) — ein starkes Argument für Ihren Gutschein als Mitarbeiter-Benefit.
Ihr Vorgehen:
- Identifizieren Sie Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden im Umkreis von 10 km um Ihr Restaurant
- Kontaktieren Sie den Betriebsrat oder die Personalabteilung mit einem strukturierten Angebot: 5 bis 10 % Rabatt bei Sammelbestellungen, individuelle Gestaltung des Gutschein-Designs möglich, Lieferung innerhalb von 48 Stunden
- Bieten Sie ein kostenloses Kennenlern-Mittagessen für das Betriebsratsgremium oder die HR-Leitung an
Das Volumen kann beträchtlich sein. Ein Unternehmen mit 200 Mitarbeitenden, das Gutscheine zu je 30 € für Weihnachten bestellt — das sind 6.000 € Umsatz in einer einzigen Bestellung.
12. Partnerschaften mit Nachbarschaftsgeschäften
Sprechen Sie benachbarte Einzelhändler an: Blumenläden, Weinhandlungen, Buchhandlungen, Friseursalons, Kosmetikstudios. Schlagen Sie einen Sichtbarkeitsaustausch vor:
- Sie legen deren Flyer bei sich aus, sie präsentieren Ihre Gutscheine bei sich
- Sie schnüren ein gemeinsames „Erlebnis-Paket": ein Restaurant-Gutschein plus eine Flasche vom Weinhändler, oder eine Wellnessbehandlung plus ein Dinner
- Sie bieten eine Kreuzrabattaktion an: „Zeigen Sie Ihren Kassenbon vom Blumenladen und erhalten Sie 5 € Nachlass auf Ihren Restaurant-Gutschein"
Diese Art von Partnerschaft kostet nichts und vervielfacht Ihre Kontaktpunkte mit potenziellen Gästen, die Sie vielleicht noch gar nicht kennen.
13. Das Angebot „Corporate-Gutschein" für lokale Unternehmen
Über Betriebsräte hinaus sollten Sie auch Geschäftsführer von KMU und Freiberufler direkt ansprechen. Viele suchen nach Geschenkideen, um:
- Einem treuen Kunden zu danken
- Einen Teamerfolg zu feiern
- Einem neuen Mitarbeiter ein Willkommensgeschenk zu machen
- Einen Geschäftspartner oder Empfehlungsgeber zu belohnen
Erstellen Sie ein einfaches Angebot auf einer DIN-A4-Seite: verfügbare Beträge, Personalisierungsmöglichkeiten, Lieferzeit, Kontaktdaten. Verteilen Sie es persönlich in den Bürovierteln nahe Ihrem Restaurant oder versenden Sie es per E-Mail an Unternehmen in Ihrer Nachbarschaft.
Der steuerliche Vorteil ist ein erwähnenswertes Argument: Geschäftliche Geschenke sind unter bestimmten Voraussetzungen als Betriebsausgaben absetzbar (in Deutschland bis 50 € pro Empfänger und Jahr gemäß § 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG). Ohne steuerliche Beratung zu leisten (verweisen Sie auf den Steuerberater), ist das ein wirkungsvoller Gesprächsöffner.
Ideen 14 und 15: Saisonale Werbeaktionen
14. Der zeitlich begrenzte „Bonus-Gutschein"
Diese Mechanik ist ein Klassiker im Marketing für Restaurant-Gutscheine — und sie funktioniert hervorragend. Das Prinzip:
„Vom 1. bis 15. Dezember: Beim Kauf eines 50-€-Gutscheins erhalten Sie einen 10-€-Bonusgutschein für sich selbst."
Der Käufer erhält also einen 50-€-Gutschein zum Verschenken UND einen 10-€-Gutschein für sich. Sie haben 10 € an Wert verschenkt, aber Sie haben:
- Einen Kauf ausgelöst, der sonst vielleicht nicht stattgefunden hätte
- Einen Wiederbesuch des Käufers in Ihrem Restaurant garantiert (um seine 10 € einzulösen)
- Ein Gefühl der Dringlichkeit durch die zeitliche Begrenzung erzeugt
Die idealen Zeiträume für diese Mechanik: die zwei Wochen vor Weihnachten, die Woche vor Muttertag und die Woche um den Valentinstag.
Um die Auswirkung dieser Aktion auf Ihre Margen zu berechnen, helfen Ihnen die detaillierten Methoden in unserem Artikel zur Berechnung des Food Cost, die Rentabilität der Aktion sicherzustellen.
15. Der Jahreskalender für Gutschein-Kampagnen
Statt punktueller Einzelaktionen planen Sie Ihre Kampagnen über das gesamte Jahr. Hier ein beispielhafter Kalender:
- Januar: „Gönnen Sie sich ein Restauranterlebnis" — sprechen Sie Neujahrsvorsätze an, das Vergnügen nach der Enthaltsamkeit
- Februar (Valentinstag): „Das Geschenk, das wirklich Freude macht" — E-Mail-Kampagne + Instagram Stories, zwei Wochen vorher starten
- März-April (Ostern): „Ein Brunch mit der Familie" — Gutschein mit Ausrichtung auf Brunch oder Sonntagsessen
- Mai-Juni (Muttertag / Vatertag): Ihr größtes Umsatzpotenzial — verdoppeln Sie in diesem Zeitraum Ihre Aktivitäten. Bonusaktion, E-Mails, Aushänge, Social Media
- Juli-August: „Verschenken Sie eine kulinarische Auszeit" — sprechen Sie Touristen an und Geschenke unter Freunden
- September: „Gutschein zum Schulstart" — danken Sie Lehrkräften, feiern Sie den Neuanfang
- Oktober-November: Weihnachtsvorbereitung — starten Sie die Vorbestellungen für Firmenkunden und Betriebsräte
- Dezember: Hochsaison — Bonusgutschein, Last-Minute-Dringlichkeit („Versand per E-Mail in 2 Minuten — auch noch am 24. Dezember um 23 Uhr")
Dieser Kalender wird Ihr Fahrplan. Jeden Monat wissen Sie genau, welche Aktion Sie starten und welche Botschaft Sie kommunizieren.
Messen und anpassen: Die wichtigsten Kennzahlen
Gutscheine bewerben, ohne die Ergebnisse zu messen, ist wie Navigieren ohne Kompass. Verfolgen Sie jeden Monat diese Kennzahlen:
- Anzahl verkaufter Gutscheine: Gesamtzahl und monatliche Entwicklung
- Durchschnittsbetrag pro Gutschein: um zu prüfen, ob Ihre Preisstufen passen
- Einlösequote: Welcher Anteil der verkauften Gutscheine wird tatsächlich eingelöst? Eine niedrige Quote kann auf ein Problem beim Gästeerlebnis oder bei der Kommunikation mit den Beschenkten hinweisen
- Verkaufskanal: im Restaurant, online, über einen Partner? Das zeigt Ihnen, wo Sie Ihre Kräfte bündeln sollten
- Durchschnittsbon der Gutscheininhaber: bestätigt (oder widerlegt), dass Beschenkte über den Nennwert hinaus ausgeben
- Einlösezeitraum: Wie viel Zeit vergeht zwischen Kauf und Einlösung? Das beeinflusst Ihr Liquiditätsmanagement
Erstellen Sie eine einfache Übersicht — eine Tabellenkalkulation reicht völlig — und aktualisieren Sie sie am Ende jedes Monats. Nach drei Monaten haben Sie ein klares Bild davon, was funktioniert und was angepasst werden sollte.
Typische Fehler in der Gutschein-Vermarktung
Bevor Sie loslegen, einige klassische Stolperfallen, die Sie umgehen sollten:
- Nur einen einzigen Betrag anbieten: Bieten Sie mindestens drei Stufen an. Einen günstigen Einstieg (25–30 €), eine mittlere Stufe (50 €) und einen Premiumbetrag (80–100 €). Jeder Gast hat ein anderes Budget.
- Die emotionale Dimension vergessen: Ein Restaurant-Gutschein ist kein Scheck. Es ist ein Versprechen auf ein Erlebnis, ein gemeinsamer Moment, eine Erinnerung, die erst noch entstehen will. Ihre Kommunikation muss diese Dimension widerspiegeln. Sprechen Sie von Erlebnis, Genuss und Gemeinsamkeit — nicht von Beträgen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen.
- Das Kauferlebnis vernachlässigen: Wenn der Online-Kauf Ihres Gutscheins länger als 2 Minuten dauert oder eine Kontoerstellung erfordert, verlieren Sie Verkäufe. Vereinfachen Sie den Prozess maximal.
- Das Team nicht schulen: Ihr Servicepersonal ist Ihr wichtigster Vertriebskanal. Wenn es nicht weiß, dass es Gutscheine gibt, was sie kosten und wie man sie anbietet, kann keine Marketingkampagne das kompensieren.
- Eine einzige Kampagne starten und aufgeben: Das Marketing für Restaurant-Gutscheine ist ein Marathon, kein Sprint. Die Ergebnisse bauen sich durch Kontinuität und Regelmäßigkeit auf.
Für einen Gesamtüberblick über Ihre digitale Strategie — einschließlich der Rolle von Gutscheinen im Zusammenspiel all Ihrer Maßnahmen — ordnet unser umfassender Leitfaden zum digitalen Restaurantmarketing diese Taktiken in einen schlüssigen strategischen Rahmen ein.
Fazit: Werden Sie noch diese Woche aktiv
Sie müssen nicht alle 15 Ideen gleichzeitig umsetzen. Beginnen Sie mit den drei, die am wenigsten Aufwand und Zeit erfordern:
- Ab morgen: Briefen Sie Ihr Serviceteam, an jedem Tisch zum Ende des Essens den Gutschein anzubieten. Fünf Minuten Briefing genügen.
- Diese Woche: Veröffentlichen Sie eine Instagram Story, in der Sie Ihren Gutschein in Szene setzen. Filmen Sie einfach mit dem Smartphone — Authentizität schlägt Hochglanzproduktion.
- Diesen Monat: Identifizieren Sie drei Unternehmen oder Nachbarschaftsgeschäfte, die Sie wegen einer Partnerschaft ansprechen können. Erstellen Sie ein einfaches Angebot auf einer Seite und klopfen Sie an deren Tür.
Sobald diese drei Maßnahmen laufen, messen Sie die Ergebnisse einen Monat lang. Dann fügen Sie eine weitere Taktik hinzu. Dann noch eine. In sechs Monaten haben Sie eine Gutschein-Verkaufsmaschine aufgebaut, die kontinuierlich läuft, Liquidität generiert und Ihnen regelmäßig neue Gäste bringt.
Der Restaurant-Gutschein ist eines der seltenen Instrumente, von dem alle profitieren: Sie (Liquidität, Neukundengewinnung), der Käufer (ein unkompliziertes und geschätztes Geschenk) und der Beschenkte (ein kulinarisches Erlebnis). Es fehlt nur noch eine Zutat, damit es funktioniert: Ihr Engagement, den Gutschein aktiv zu bewerben. Und das liegt ganz in Ihren Händen.