Woche vom 27. Januar bis 3. Februar 2026
Die französische Gastronomiebranche zeigt sich zu Jahresbeginn äußerst dynamisch. Zwischen strategischen Umstrukturierungen, ambitionierten Neueröffnungen und nachhaltigen Innovationen — hier sind die wichtigsten Branchennachrichten dieser Woche.
📰 Die wichtigsten Nachrichten
🔄 Pomme de Pain beantragt Sanierungsverfahren zur Vollendung der Transformation
Die Schnellrestaurantkette erreicht einen entscheidenden Meilenstein in ihrer Restrukturierung. Nachdem das Filialnetz seit Juli 2023 von 108 auf 36 Restaurants reduziert wurde, hat Pomme de Pain beim Handelsgericht Nanterre ein gerichtliches Sanierungsverfahren beantragt. Ein bewusster strategischer Schritt von CEO Nicolas Papageorgopoulos, um die strukturellen Altlasten eines überdimensionierten Geschäftsmodells abzubauen und die 24 Franchisenehmer des Netzwerks abzusichern. Die Marke, die sich mit einem modernisierten Angebot auf die Generation Z ausrichtet, strebt nun einen Neustart im Startup-Modus an.
Warum das wichtig ist: Dieses Verfahren verdeutlicht die Restrukturierungsherausforderungen, vor denen etablierte Gastronomieketten angesichts veränderter Marktanforderungen stehen — ein Phänomen, das auch im DACH-Raum bei Systemgastronomie-Ketten zu beobachten ist.
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🥢 Chopstix startet in Paris mit großen Ambitionen
Am 26. Januar 2026 eröffnete die britische panasiatische Schnellrestaurantkette ihr erstes französisches Restaurant im Pariser Stadtteil Bastille. Mit 200 m², 70 Sitzplätzen und einem hybriden Servicekonzept (Bestell-Terminals und Thekenbedienung) will Chopstix den asiatischen QSR-Markt in Frankreich strukturieren. Country Managerin Maya Hamadi kündigt bereits für dieses Jahr rund zehn weitere Eröffnungen an. Das Angebot setzt auf Zugänglichkeit, Vielfalt und individuelle Zusammenstellung — mit dem Ziel, einen neuen Standard in diesem boomenden Segment zu setzen.
Warum das wichtig ist: Der Markteintritt eines etablierten britischen Akteurs unterstreicht die Attraktivität des europäischen Marktes für asiatische Schnellrestaurant-Konzepte — ein Trend, der auch in Deutschland und Österreich zunehmend an Fahrt gewinnt.
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🌱 Fleury Michon setzt auf pflanzliche Produkte und beschleunigt im Außer-Haus-Markt
Anlässlich der Fachmesse Sirha Bake & Snack präsentierte Fleury Michon seine neue Strategie für den Außer-Haus-Markt mit der Gründung von Fleury Michon Restauration. Auf dem Programm: eine innovative pflanzliche Produktlinie auf Hülsenfruchtbasis und das Ziel, den Anteil des Außer-Haus-Geschäfts am Konzernumsatz innerhalb von fünf bis sieben Jahren zu verdoppeln. Der traditionsreiche Lebensmittelhersteller setzt seine Innovationsstrategie fort und bedient alle Formen der Außer-Haus-Verpflegung — vom Snacking bis zur Gemeinschaftsgastronomie.
Warum das wichtig ist: Der Vormarsch pflanzlicher Produkte im Außer-Haus-Markt entspricht den Anforderungen von Gastronomiebetrieben, die — ähnlich wie in Deutschland mit den DGE-Qualitätsstandards — zunehmend regulatorischen Vorgaben und veränderten Verbraucherwünschen gerecht werden müssen.
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🥐 Maison Bécam eröffnet XXL-Flagship-Store in Angers: Die Bäckerei von morgen
Die Bäckerei-Konditorei aus Angers hat einen XXL-Concept-Store eröffnet, der ihre Vision der modernen Bäckerei verkörpert. Dieser Flagship-Store bietet ein erweitertes Kundenerlebnis und veranschaulicht den Wandel in der Bäckerei- und Konditoreibranche, die nach der Post-Covid-Euphorie wieder Kurs aufnimmt. Ein positives Signal für eine Branche, die sich — auch im deutschsprachigen Raum — neu erfindet.
Warum das wichtig ist: Immersive Konzepte und ein durchdachtes Kundenerlebnis werden zu entscheidenden Differenzierungsmerkmalen für Bäcker und Konditoren.
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📊 Smahrt Toulouse: 12.500 Fachbesucher, +18 % Besucherzuwachs
Vom 25. bis 27. Januar bestätigte die regionale Fachmesse für Gastronomie und Lebensmittelhandwerk ihren Status als unverzichtbarer Branchentreffpunkt im Südwesten Frankreichs. Mit 450 Ausstellern und Marken, 30 Fachköchen und 10 Wettbewerben ist die Smahrt Teil des Sirha-Food-Ökosystems und erfüllt die Erwartungen der regionalen Fachleute dank ihrer starken lokalen Verankerung.
Warum das wichtig ist: Regionale Fachmessen bleiben unverzichtbare Business-Plattformen für Gastronomen — vergleichbar mit Messen wie der Intergastra oder der Internorga im DACH-Raum — und fördern den Austausch sowie die Entdeckung von Innovationen für lokale Herausforderungen.
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🌿 Groupe Logis Hôtels veröffentlicht Leitfaden für nachhaltige Gastronomie
Mit über 2.000 Mitgliedsbetrieben stellt das Hotelnetzwerk einen praxisorientierten Maßnahmenkatalog bereit, um seine Gastronomen auf dem Weg zu verantwortungsvollem Wirtschaften zu begleiten. Dieser Leitfaden ergänzt den Nachhaltigkeitsindikator Act'Eco (bereits von über 700 Hotels übernommen) und soll den Übergang zu einer «Gastronomie der Lösungen» beschleunigen. Themen im Überblick: verantwortungsvolle Beschaffung, nachhaltige Angebotsgestaltung, Abfallmanagement, Energieeffizienz und verantwortungsvolle Kommunikation.
Warum das wichtig ist: Hotelkooperationen strukturieren die Begleitung ihrer Mitglieder angesichts wachsender regulatorischer Anforderungen und gesellschaftlicher Erwartungen — ein Thema, das auch DEHOGA und die Branchenverbände im DACH-Raum zunehmend beschäftigt.
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📈 Bio-Ranking der Schulkantinen: Saint-Étienne führt, 19 Städte unter der gesetzlichen Mindestquote
Der Verband Agir pour l'Environnement hat seine Untersuchung zum Bio-Anteil in den Schulkantinen von 97 französischen Präfekturstädten veröffentlicht. Saint-Étienne (74,5 %), Périgueux (67,6 %) und Bordeaux (66,2 %) führen das Ranking an, während 19 Kommunen die gesetzlich vorgeschriebene Mindestquote von 20 % gemäß dem Egalim-Gesetz nicht erreichen. Ein Hinweis auf die territorialen Unterschiede bei der Umsetzung der Vorschriften.
Warum das wichtig ist: Die Gemeinschaftsgastronomie bleibt ein zentraler Hebel der Ernährungswende, doch die Umsetzung variiert stark je nach Region — eine Herausforderung, die auch in Deutschland bei der Umsetzung der DGE-Qualitätsstandards in Schulkantinen bekannt ist.
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🔄 Street Bangkok wird unter der Marke Asian Club in der Rue Saint-Denis wiederbelebt
Die asiatische Restaurantkette wurde von der Gruppe Asian Club übernommen und präsentiert ein neues Konzept in der Rue Saint-Denis in Paris. Diese Wiederbelebung zeugt von der Dynamik des asiatischen Segments in der Schnellgastronomie, getragen von einer anhaltenden Nachfrage und Konzepten in ständiger Weiterentwicklung.
Warum das wichtig ist: Übernahmen und Neupositionierungen von Marken verdeutlichen die Vitalität des asiatischen Schnellrestaurant-Marktes in Frankreich.
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📅 Termine: Veranstaltungen, die Sie nicht verpassen sollten
🏆 Trophée du Meilleur Sandwich 2026
Wann: Letzte Chance zur Bewerbung
Was: Der renommierte Wettbewerb der Snacking-Branche sucht seine Finalisten für die Ausgabe 2026.
Warum teilnehmen: Präsentieren Sie Ihr Können, steigern Sie Ihre Sichtbarkeit und gewinnen Sie die Anerkennung Ihrer Branchenkollegen.
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🌊 Sirha Méditerranée 2026
Wann: 15.–17. März 2026
Wo: Marseille
Was: Der regionale Branchentreffpunkt für Hotellerie und Gastronomie in Südostfrankreich, Teil des Sirha-Food-Ökosystems.
Warum hingehen: Innovationen entdecken, Lieferanten treffen und an Masterclasses sowie Fachwettbewerben teilnehmen.
➜ Weitere Informationen auf Sirha.com
🥨 Egast 2026
Wann: 15.–18. März 2026
Wo: Straßburg
Was: Die führende Fachmesse für Lebensmittelhandwerk und Gastronomie im Osten Frankreichs — direkt an der deutschen Grenze.
Warum hingehen: Eine traditionsreiche und unverzichtbare Messe für Fachleute aus dem Grenzgebiet, ideal um Trends und Ausstattung zu entdecken.
🍔 Snack Show 2026
Wann: 1.–2. April 2026
Wo: Paris
Was: DIE Fachmesse für Schnellgastronomie, Snacking und neue Trends im mobilen Konsum.
Warum hingehen: Zwei intensive Tage, um Produktinnovationen zu entdecken, die wichtigsten Branchenakteure zu treffen und sich von aufkommenden Konzepten inspirieren zu lassen.
💡 Das Wichtigste dieser Woche auf einen Blick
Diese Woche bestätigt mehrere strukturelle Trends in der Gastronomiebranche:
- Die Marktkonsolidierung schreitet voran — mit notwendigen Restrukturierungen (Pomme de Pain) und dem Eintritt neuer, professionell aufgestellter Akteure (Chopstix)
- Pflanzliche Produkte und Nachhaltigkeit sind keine Option mehr, sondern strategische Schwerpunkte für Lieferanten und Gastronomen
- Das Kundenerlebnis und immersive Konzepte werden zu entscheidenden Differenzierungsmerkmalen
- Regionale Fachmessen bleiben zentrale Anlaufpunkte für Weiterbildung, Informationsaustausch und Networking
Gastronomen, die diese Entwicklungen frühzeitig erkennen und sich schnell anpassen, werden sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.
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Presseübersicht erstellt am 3. Februar 2026 — Quellen: Snacking.fr, Restauration21, L'Hôtellerie Restauration